CampusOS – Offenes System (OS) für Campusnetze

Leitprojekt CampusOS des BMWK – Komponentenbaukasten und Blaupausen für den Aufbau und Betrieb von offenen Campusnetzen

Mit dem Leitprojekt CampusOS wird das Ziel verfolgt, ein technologisch souveränes modulares Campusnetz-Ökosystem in Deutschland aufzubauen. Der Schwerpunkt liegt auf offenen und sicheren Funknetzen auf Basis offener Funktechnologien und interoperabler Netzkomponenten. Hierdurch sollen Herstellerunabhängigkeit und mehr Wettbewerb sowie Innovation ermöglicht werden, um die digitale Souveränität der Unternehmen in Deutschland zu stärken.

Offene Schnittstellen

CampusOS wird als ein offenes E2E programmierbares 5G+ System aufgebaut. Damit erstreckt sich das Campusnetz-Ökosystem auf alle wesentlichen Bestandteile des Netzes, darunter das Funkzugangsnetz (RAN), das Kernnetz (Core), Endgeräte (UE), virtualisierte Cloud-Computing-Infrastruktur sowie Management und Betrieb (MANO). Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen (KI/ML) wird betrachtet. Es werden offene Lösungen, wie z. B. OpenRAN analysiert und mit integrierten Funkzugangslösungen etablierter Netzanbieter verglichen. Die offenen Campusnetze werden dann auf Basis eines erweiterbaren Technologie-Baukastens realisiert. Dieser wird einen Komponentenkatalog und Blaupausen für verschiedene Betreibermodelle sowie funktionierende Kombinationen der Komponenten umfassen.

brown-iposs betrachtet im Projekt CampusOS mehrere eng ineinander greifende Themen. Mit der „Heat Map“ werden Funkfelddaten von ohnehin aktiven 5G-Clients im 5G-Campusnetz in Echtzeit abgefragt, aggregiert und für eine adaptierte „Heat-Map“ der Funkausbreitung aufbereitet. In der „5G-Protokollanalyse“ werden von dedizierten Mess-Clients alle Protokolldaten vom Physical Layer bis zum Transportlayer in ihrem Verlauf aufgenommen und einer KI/ML-gestützten Protokollanalyse zugeführt. Damit können in disaggregierten 5G-OpenRAN-Campusnetzen die Gründe für nicht-ausreichende Dienste-Leistungen, wie etwa Verbindungsabbrüche oder „Freezing“ von Bewegtdaten, erkannt und für eine gezielten Fehlerbehebung genutzt werden. Die „Streamanalyse“ betrachtet Protokolldaten direkt im „Neutral Host“ und analysiert, die Ergebnisse können dem Benutzer etwa mittels einer App auf einem Tablet oder Notebook bereitgestellt werden.

Partner in CampusOS

Das CampusOS-Konsortium setzt sich aus den folgenden Partnern zusammen:

  • Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI)
  • Fraunhofer FOKUS
  • Siemens AG
  • Deutsche Telekom AG
  • Mugler SE
  • highstreet technologies GmbH
  • Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
  • atesio GmbH
  • BISDN GmbH
  • rt-solutions.de GmbH
  • EANTC AG
  • brown-iposs GmbH
  • Node-H GmbH
  • Kubermatic GmbH
  • SysEleven GmbH
  • Robert Bosch GmbH
  • GPS Gesellschaft für Produktionssysteme GmbH
  • TOPCON Deutschland Positioning GmbH
  • Smart Mobile Labs AG
  • STILL GmbH
  • TU Berlin
  • TU Kaiserslautern

Weiterführende Links

Fördergeber

Das „Leitprojekt CampusOS für Anbieter und Anwender“ wird im Rahmen des Programms 5G-Campusnetze / Digitale Technologien durch das  Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz  (BMWK) gefördert.